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Gestern hatte ich mal wieder einen Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Gestern abend fuhr ich, wie immer meine Hausbesuche ab. Plötzlich klingelte mein Telefon. Ein aufgeregter Besitzer sagte mir, dass sein Hund durch die Scheibe gesprungen sei. Ein Hund durch die Scheibe? Welcher Hund schafft das denn, fragte ich mich. Der Besitzer sagte mir, es sei ein Rottweiler und er hätte eine Katze gesehen, die sich nicht sonderlich mögen. Da hat er eben mal Gas gegeben und nun blutet er wie „Sau“. Ich sagte nur schnell: Wunde kräftig abdrücken und sofort in die Praxis. Also – ich die Hausbesuche sausen lassen und ab in die Praxis.

Als ich in der Praxis ankam, traute ich meinen Augen kaum. Alles rot, blutdurchtränkt. So schlimm hatte ich es wirklich nicht erwartet. Also schnell eine Notoperation, damit der Hund überlebt.

Nach 2 Stunden Operation war ich fertig. Nass geschwitzt, aber auch sehr zufrieden, da der Hund überleben wird. Ich habe ja schon viel in der Praxis erlebt, aber solch einen Fall, in dem der Hund durch eine Scheibe springt, noch nie.

Aber das zeigt mir mal wieder – es wird mir nie langweilig und sage nie: Das gibt es nicht.

In diesem Sinne

Euer Dirk Nösler

5 Kommentare auf “Hund durch Scheibe gesprungen”

  1. Simone sagt:

    Hallo
    Mein Schäfer-Rottweiler ist heute ebenfalls durch eine Balkontür gesprungen.
    Scheibe komplett zerbrochen, Hund keinen Kratzer.
    Es gibt es also wirklich.
    Viele Grüsse,
    Mona

  2. Ilse sagt:

    Sicherlich bringt ein Rottweiler „einige“ Kilos auf die Waage.
    Er muss für meine Vorstellung dennoch wirklich alles gegeben haben,
    um durch die Scheibe zu kommen.

    Wir haben drei „kniehohe“ 9- und 12 kg schwere Hunde (und 9 Katzen), bin mir daher sicher, dass sie das nicht schaffen würden.

    Freue mich auch, dass Sie dem Hund so toll helfen konnten.

    Lieben Gruß
    Ilse

  3. Sylvia sagt:

    Das ist ja der reinste Alptraum, für Sie als Tierarzt sicherlich schon … aber für den Hundebesitzer sicherlich noch viel mehr!
    Toll, daß Sie den Hund retten konnten 🙂
    Der wird in Zukunft hoffentlich ein wenig vorsichtiger sein …

    Liebe Grüße,
    Sylvia & Rasselbande

    • Dr. Dirk Nösler sagt:

      Hallo Sylvia,

      ja das war ein Alptraum. Aber das Ergebnis zählt. Der Hund lebt. Aber ob er daraus gelernt hat? Ich weiß nicht. Die Zeit wird es zeigen. Auf jeden Fall hatte er am nächsten Tag eine Gehirnerschütterung mit kräftigen Kopfschmerzen.

      Viele Grüße

      Dirk Nösler

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