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Heute war ein Tag, der mir wieder mal zeigt, wie aufmerksam man sein muss wenn man mit Tieren umgeht.

Selbst so banale Dinge wie ein Tier wiegen kann gefährlich werden.

Das hat sich heute wieder gezeigt. Ich gehe mit den Tieren recht locker um. Sie bekommen nur im absoluten Extremfall eine Zwangsmaßnahme, sprich z.B. Maulkorb. Deshalb schaue ich mir auch z.B. die Hunde erst einmal an. Lass sie von der Leine und können bei mir in der Praxis „Zeitung lesen“ sprich schnuppern, wer schon da war. Da mache ich mir schon mein erstes Bild. Der Hund natürlich auch von mir. So lerne ich die Tiere kennen und die Tiere mich. Wenn es möglich ist, bekommen die Patienten auch noch ein Leckerchen, damit eine gewisse Vertrauensbasis, wenn auch nur sehr klein, geschaffen wird.

Aber heute war es kein Hund, sondern eine Katze. Eine kleine muntere süße Katze. Doch diese Katze hatte ihren eigenen Willen. Sie wollte nicht auf dem Arm bleiben. Aber das zeigte sie mir nicht erst durch Fauchen sondern sie griff sofort durch. Ein voller Kratzer durchs Gesicht und knapp am Auge vorbei.

Man kann das natürlich Berufsrisiko nennen, aber ich nenne es einfach Unachtsamkeit. Ich habe nicht aufgepasst und habe nicht auf die Verspannung auf meinem Arm reagiert. So muss ich das sehen und will damit sagen. Auch wenn eine Katze nicht faucht und sofort kratzt, so zeigt sie auf die eine oder andere Art doch eine Abwehrhaltung und warnt uns mit ihrer Körpersprache. Aber die habe ich heute zu spät wahrgenommen.

Nun laufe ich als Strafe mit zwei oder drei können aber auch vier sein (ich weiß es nicht so genau) Kratzern im Gesicht herum.

Die Besitzerin hat sich laufend für ihr Tier entschuldigt, aber sie kann ja wirklich am wenigsten dazu.

In diesem Sinne

Euer Dr. Dirk Nösler

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Heute möchte ich über meinen lieben „Putzteufel“ scheiben. Eine Praxis kann nicht ohne die Menschen im Hintergrund funktionieren. Deshalb möchte ich heute meinem lieben langjährigen „Putzteufel“ eine Laudatio widmen.

Sie putzt nicht mit Canosan
und nicht mit Lebertran,
sondern mit Sagrotan. 🙂

Sie macht es gut wie im flug.
Ist mein Putzteufel der ist gut.
Wischt mit Feudel,
das macht sie gut.

Täglich ist sie da.
Putz hie und da.
Reine machen macht sie super stark.

Warum nenn ich sie so liebevoll meinen Putzteufel? Weil das Wort Putzfrau so abgedroschen ist und auch für mich abwertend klingt und Reinemachfrau sich so komisch für mich anhört.

Warum schreib ich über meinen Putzteufel?
Weil Sie sich in meiner Praxis für Ihre Dienste verdient gemacht hat. Natürlich ist nicht immer alles perfekt. Sicherlich muss ich hier und da noch mal Hand anlegen, wenn es z.B. um Spinnen geht. Spinnen ist bei uns das leidige Thema. Gerade im Sommer, wenn sich die Spinnen häufen, dann bleibt mal die eine oder andere sitzen. Nicht aus Tierliebe wie ihr schon erahnt, sondern aus Angst vor Spinnen. Aber im Große und Ganzen ist sie ein super Putzteufel. Nun muss ich aber aufhören mit dem Loben, sonst verleiht diese Lobhymne noch Flügel :-), wenn sie es lesen sollte.

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FURminator? Was ist das?

FURminator hört sich erst einmal sehr gefährlich an. Aber der FURminator ist ein nützlicher, sehr zu empfehlender Kamm für Hunde und Katzen. Ich habe den FURminator für Katzen an meinen eigenen Katzen getestet. Mit dem FURminator bekommt man mehr Unterwolle aus dem Fell der Katzen raus, als mit jedem anderen Kamm, den ich getestet habe. Gerade während der Haarung ist es besonders nützlich den FURminator zu benutzen.

Ich bin von dem FURminator begeistert. Ich kann den FURminator für Katzen nur empfehlen. Bei meiner Maine Coon habe ich mehr Unterwolle entfernt, als ich gedacht habe. Meine Katze sieht wieder aus wie neu. 🙂

Aber auch den FURminator für Hunde habe ich in meiner Tierarztpraxis mit Erfolg getestet. Auch bei den Hunden war ich begeistert, wie einfach und effizient der FURminator für Hunde die Unterwolle entfernt hat. Einfach klasse.

Hundegesetz NRWMeinung zum Landeshundegesetz NRW

Zurzeit haben wir hier in Deutschland in jedem Bundesland unterschiedliche Landeshundegesetze. Jedes Bundesland geht anders mit den Hunden um. Allen gemein ist, es müssen die Hunde, die unter das Landeshundegesetz fallen gekennzeichnet werden.

Bei uns hier in NRW ist es aber so, dass laut Landeshundegesetz NRW nur die Hunde durch einen Chip gekennzeichnet werden müssen, die entweder mindestens 20 kg wiegen oder mindestens eine Widerristhöhe von 40 cm haben.

Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage: Warum nur die sogenannten 20/40er Hunde im Landeshundegesetz NRW betroffen sind? Was ist mit dem Dackel oder dem Zwergpinscher? Warum sind diese Hunde von dem Landeshundegesetz NRW ausgeschlossen? Das Landeshundegesetz NRW wurde ja ursprünglich wegen den sogenannten gefährlichen Rassen gemacht. Die Politik musste reagieren und erschuf in Windeseile eine Landeshundeverordnung. Aber die Zeiten sind meiner Meinung nach vorbei. Wann sehe ich denn noch einen sogenannten Kampfhund? Nur noch sehr selten.

Sollte man nun das Landeshundegesetz nun nicht noch einmal überdenken? Sollte man daraus nicht in Verbindung mit dem Tierschutzgesetz ein einheitliches Gesetz machen. Dann müsste man alle Hunde kennzeichnen und auch versichern. Und das bundesweit. Ohne das jedes Bundesland sein eigenes Landeshundegesetz hat.

Wie viel Hunde, auch kleine, die nicht in das Landeshundegesetz NRW fallen, werden am Tierheim oder an der Autobahn angeleint und werden dann ohne Besitzer gefunden.

Warum werden nicht auch die kleinen Hunde mit in das Gesetz genommen? Man sorgt dann dafür, dass jeder Hund gechipt werden muss und eine Versicherung haben muss. So werden auch weniger Tiere anonym irgendwo angeleint. Denn das ist für mich ein Tierschutzfall. Nun kann man sagen, dass dies schon durch das Tierschutzgesetz abgedeckt ist. Weil man keinem Tier unnötig Leiden zuführen darf. Aber was nützt mir diese Aussage, wenn ich den Besitzer nicht ermitteln kann, weil keine Kennzeichnungspflicht und Meldepflicht des Chips existiert und nur die 20/40 Hunde gechipt werden müssen. Macht das denn Sinn? Für mich ist es schon lange überfällig alle Tiere zu kennzeichnen und zu melden. Damit meine ich auch z.B. Katzen. Das dies geht, sieht man bei der Artenschutzregelung z.B. von griechischen Landschildkröten, die alle eine Genehmigung von der Landesbehörde haben müssen um gehalten zu werden.

Was aber dann noch in dem Landeshundegesetz NRW fehlt, ist die Pflicht, das Tier dann auch bei z.B. der Tasso zu melden bzw. zu registrieren. Jeder Tierarzt sollte verpflichtet werden die Tiere nach dem Chipen zu registrieren. Damit ist auch die Chance gegeben das zu kontrollieren. Wenn es Pflicht ist, dann muss sich der Tierarzt auch nicht überlegen, ob er die Daten des Tierbesitzers weitergeben darf oder nicht. Oder eine andere Möglichkeit ist die, dass beim Verkauf eines Welpens, der Verkäufer verpflichtet wird, den Verkauf, also Besitztumsänderung, z.B. der Tasso, zu melden.

Wenn nun einer denkt, das geht datenschutzrechtlich nicht, dann möchte ich mal denjenigen sehen, der einfach sein Auto an der Strasse stehen lässt. Durch das Nummernschild ist das Auto eindeutig dem Besitzer zuzuordnen. Oder beim Kauf eines Autos muss ich das Auto auch auf meinen Namen ummelden. Warum nehme ich das Beispiel Auto? Weil rechtlich das Tier noch eine Sache ist – leider.

Mit gutem Beispiel voran geht das Bundesland Berlin. Ab dem 01.01.2010 müssen nun alle Hunde in Berlin mit einem ISO Chip gekennzeichnet werden. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Es macht nun mal Sinn, wenn alle Hunde gekennzeichnet werden und nicht nur einige wenige.

Landeshundegesetz NRW

Landeshundegesetz Berlin

Schreibt Eure Meinung, ob das Landeshundegesetz überholt ist oder nicht. Was müsste geändert werden. Ich freue mich auf Eure Beiträge zum Landeshundegesetz.

Eurer Dirk Nösler

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Das Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) bietet eine online  Tierschutz Datenbank über tierschutzrelevante Gerichtsurteile an.

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Silvester FeuerwerkIst es nicht das, was wir uns alle wünschen?

Wünsche zum neuen Jahr

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit

Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid

Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass

Ein bisschen mehr Wahrheit – das wäre was

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh

Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du

Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut

Und Kraft zum Handeln – das wäre gut

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht

Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht

Und viel mehr Blumen, solange es geht

Nicht erst an Gräbern – da blühn sie zu spät

Ziel sei der Friede des Herzens

Besseres weiß ich nicht

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Gedicht zum neuen Jahr aus „Mein Lied“ von Peter Rosegger

Peter Rosegger wurde am 31. Juli 1843 in Alpl geboren und starb am 26. Juni 1918 in Krieglach.

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Eier aus Käfighaltung verbotenAb 2010 gilt ein Verbot in Deutschland, auf das man schon lange gewartet hat. Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern dürfen keine Legehennen mehr in Käfighaltung gehalten werden. Also auch keine Eier mehr aus der Käfighaltung verkauft werden. Dementsprechend gewinnt die Angabe des Herkunftlandes der Eier an Bedeutung.

Hier die vollständige Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vom 29.12.2009.

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ToGlogo_DeutschlandHeute möchte ich mal eine Organisation vorstellen, die hervoragende Arbeit in der dritten Welt leistet. Die Organisation heißt Tierärzte ohne Grenzen e.V..

Steckbrief:

Der Verein Tierärzte ohne Grenzen e.V. ist seit 1991 als tierärztiche Entwicklungsorganisation tätig. Entstanden ist der Verein Tierärzte ohne Grenzen e.V. aus einer studentischen Freiwilligeninitiative.

Tierärzte ohne Grenzen e.V. ist im Sudan, Uganda und Kenia tätig.

Tätigkeitsgebiete von Tierärzte ohne Grenzen e.V.

Gemeinsam mit den Menschen vor Ort baut Tierärzte ohne Grenzen e.V. Basistiergesundheitssysteme auf, in denen einheimische Tiergesundheitshelfer über ein mehrstufiges Trainingssystem ausgebildet werden. Sie können dann in ihrer Gemeinschaft selbstständig und unabhängig agieren und sind auch für die Früherkennung von Tierseuchen sensibilisiert.

Tierärzte ohne Grenzen hat unter anderem hier in Deutschland auch Impfen für Afrika ins Leben gerufen. Jedes Jahr geht dann an einem bestimmten Tag im Jahr die Hälfte der Impfeinnahmen an Tierärzte ohne Grenzen e.V.

Am 11. Mai 2010 ist es wieder so weit. Dann haben wir den Tag: Impfen für Afrika. Dann kommt die Hälfte der Impfeinnahmen aller mitmachenden Tierärzten an diesem Tag dem Verein Tierärzte ohne Grenzen zugute.

Ich hoffe es kommen an diesem Tag viele zum Impfen und tun auf diesem Weg etwas Gutes. Die an diesem Tag eingenommenen Spenden kommen Menschen zugute, deren Leben von der Nutztierhaltung abhängig ist.

Mit diesen Spendengeldern engagiert sich der Verein für Menschen, deren Leben von der Tierhaltung abhängt. In unseren Projektgebieten stellen Nutztiere wie Rinder, Ziegen und Hühner die Lebensgrundlage vieler Familien dar. Als Nahrungsmittelproduzenten leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung, als Last- und Zugtiere sind sie Maschinenersatz.

Zitat von der Homepage Impfen für Afrika

Ich mache auch mit. Ich werde meine eigenen Katzen auch an dem 11. Mai 2010 impfen und es geht jeweils die Hälfte der Kosten für die Impfung an Tierärzte ohne Grenzen.

Euer Dirk Nösler

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Traurige Weihnachtsgeschichte.boxer

Nicht alle Menschen werden das Weihnachtsfest fröhlich begehen.

Gestern ging ein trauriger Tag zuende.

Ein Hund mit hochgradiger Arthrose musste eingeschläfert werden. Wir hatten den Hund mit Schmerzmitteln und dem Canosan behandelt und es ging ja auch ein halbes Jahr lang gut. Aber irgendwann hilft selbst die beste Medizin nicht mehr.

Wenn man so intensiv einen Hund behandelt und man merkt, es hilft nichts mehr und das Tier wird immer schwächer, dann ist man genauso traurig wie der Besitzer. Besonders vor Weihnachten. Es fällt einem nicht leicht dem Besitzer zu sagen, es hilft nichts mehr, es wäre besser das Tier zu erlösen.

Der Hund konnte zum Schluß gar nicht mehr gehen und lag nur noch zu Hause auf den Fliesen. Fressen tat er auch nicht mehr. Denn zu der Arthrose kam noch ein Leberleiden.

Schweren Herzens entschieden sich der Besitzer dann zu der Euthanasie. Aber im Grunde taten sie es nur für den Hund. Denn sie sagten sich zurecht, der Hund hat uns viel gegeben und nun erlösen wir ihn von den Schmerzen. Der Hund wird es uns danken.

Das Schlimme an dieser Geschichte ist, wir haben heute Weihnachten und die Familie wird heute seit langer Zeit ohne ihren Hund Weihnachten feiern. Vielleicht sollte uns anhand dieser kleinen Geschichte bewusst werden, dass wir das Leben genießen und Weihnachten gelassener angehen sollten.

Ich wünsche allen Lesern trotz der traurigen Geschichte frohe und besinnliche Weihnachten. Hund Weihnachten

Euer  Dirk Nösler

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Ich habe es doch tatsächlich geschafft, dieses Jahr einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Ich war auf dem Weihnachtsmarkt in Schloss Dyck. Er war sehr schön. Diesen Weihnachtsmarkt kann ich nur empfehlen. Einziges Manko: Man muss Eintritt bezahlen. Dafür sieht man auch kaum Ramsch.

Warum schreibe ich das. Nun, mir ist zum Erschrecken aufgefallen, dass es doch tatsächlich immer noch Tierbesitzer gibt, die Ihre kleinen Hunde mit auf so einen Weihnachtsmarkt nehmen. Ich möchte mich nicht in die Lage eines kleinen Hundes versetzen. Viele dicht gedrängte Menschen und mittendrin der Hund.

Ich appeliere an alle Hundebesitzer, den Hund bei so viel Masse an Mensch, auf solchen oder ähnlichen Veranstaltungen, zu Hause zu lassen. Versetzen Sie sich mal in die Lage des Hundes.

Viele Grüße

Ihr Tierarzt Dr. Dirk Nösler

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