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skuril aber wahr

Was ist das? 147.456 Prozessoren, 144 Terabyte Hauptspeicher.

Das sind die Eckdaten des elftgrößten Computers der Welt.

Aber was hat das mit mir oder der Tierarztpraxis zu tun? Ganz einfach. Mit diesem Computer versucht man das Gehirn einer Hauskatze zu simulieren. Doch man stellte fest, dass selbst ein solch großer Computer nicht in der Lage ist, auch nur  annähernd an die Geschwindigkeit eines Gehirns unserer Hauskatzen zu kommen. Aber es lassen sich immerhin die Hirnfunktionen der Hauskatze imitieren, die für Schlafen und Fressen zuständig sind.

siehe auch Tagesschau Millionen Megabytes für Miezen.

Ein Telefon gibt die Diagnose

Im Sommer kam ein Hund zu mir in die Praxis, der leicht taumelte. Der Besitzer dachte schon an einen Gehirnschlag. Doch alle Symptome die er zeigte sprachen nicht dafür. Wir haben geröntgt, ein Blutbild gemacht, haben alles mögliche getan um herauszufinden was mit dem Tier war. Doch wir kamen zu keinem Ergebnis. Alle Ergebnisse zeigten: Das Tier ist gesund. Aber irgendetwas musste es ja sein. Ein Fall, der für mich sehr unbefriedigend war. Die ganze Untersuchung dauerte insgesamt fast zwei Stunden. Wir vermuteten schon einen Hitzschlag, doch dafür hatten wir auch nicht all zu viel Anhaltspunkte, denn der Hund war nur kurz im Garten um sein Geschäft zu machen. Auch wenn es sehr heiß war an diesem Tag, für einen Hitzschlag war der Hund zu kurz draußen.

Das Telefon des Besitzers klingelte und als er auflegte sagte er mit einem schmunzeln: Ich weiß was der Hund hat. Ich muß Ihn wohl angeschaut haben wie ein Auto. Er ist betrunken, sagte der Besitzer. Ich konnte ihm fast nicht glauben. Aber er sagte: Er hat die angegorenen Pflaumen auf unserer Terasse gefressen. Meine Frau hatte die Pflaumen in die Sonne gestellt und der Hund hat die durch die Hitze gegorenen Pflaumen gefressen.

Ich musste schmunzeln und sagte dem Besitzer nur, dass er wohl morgen einen dicken Kopf haben wird.

Ich musste mal wieder feststellen, dass es manchmal doch besser wäre, wenn Tiere sprechen könnten, dann brauch man kein Telefon um eine Diagnose zu bekommen. Und ich hätte das Lallen des Hundes im Alkoholrausch gehört.

Gespräch nach einer Kastration

Heute habe ich eine Kastration bei einem Hund durchgeführt. Nicht, dass das eine Besonderheit ist, aber man kam nach der Kastration ins Gespräch und ich wurde von der Besitzerin gefragt, ob der Rüde sich beim Pinkeln nun wie eine Hündin hinsetzt und nicht mehr das Bein hebt. Wenn das der Fall ist, sagte die Besitzerin, dann lass ich meinen Mann auch kastrieren, weil er sich dann auch beim Pinkeln auf die Toilette hinsetzen wird.

Eine Geschichte, die ich als Mann nicht so witzig fand 😉

Aber wo sie recht hat, hat sie recht

Der lachende Hund

Heute war es mal wieder sehr schön. Ein Tag der alles hatte, was man sich als Tierarzt so wünscht.

Heute war ein Hund bei mir, der gelacht hat. Viele würden nun sagen: Ein Hund der lacht? Das gibt es nicht. Aber ich habe Ihn kennengelernt. Er hieß Fritz, ein Border Collie und er hat mich angelacht. Er hat sich gefreut bei mir in der Tierarztpraxis zu sein. Es gab Leckerchen von mir und er freute sich. Ich glaube er hat danke gesagt. Ist es nicht schön so unbescholten ein lächeln zu bekommen? Das zeigt mir immer wieder, dass sich dieser Beruf  lohnt. Nicht nur das die Besitzer glücklich sind, danke sagen und einen anlachen, nein, auch ein Hund macht es und das noch natürlicher als irgendein Mensch ohne irgendeinen Hintergedanken.

Es war ein schöner Tag  🙂