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Tierquälerei? Hund im Gewässer entsorgt – schreckliches Erlebnis

Hund im Gewässer entsorgtIch muss mir heute einfach mal etwas von der Seele schreiben.

Da wurde ich doch heute von der Polizei angerufen, ob ich nicht kurz kommen könnte. Ein Hund wurde aus dem Wasser tot geborgen. Dass der Hund tot war, war schon schlimm genug. Aber das seine Beine gefesselt waren und diese noch mit Gewicht beschwert waren, setzte allem die Krone auf. Alle waren entsetzt.
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Hund durch Scheibe gesprungen

Gestern hatte ich mal wieder einen Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Gestern abend fuhr ich, wie immer meine Hausbesuche ab. Plötzlich klingelte mein Telefon. Ein aufgeregter Besitzer sagte mir, dass sein Hund durch die Scheibe gesprungen sei. Ein Hund durch die Scheibe? Welcher Hund schafft das denn, fragte ich mich. Der Besitzer sagte mir, es sei ein Rottweiler und er hätte eine Katze gesehen, die sich nicht sonderlich mögen. Da hat er eben mal Gas gegeben und nun blutet er wie „Sau“. Ich sagte nur schnell: Wunde kräftig abdrücken und sofort in die Praxis. Also – ich die Hausbesuche sausen lassen und ab in die Praxis.

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Gefahren im Auto für Ihr Tier – Tasso: Hund im Backofen

Nun ist es wieder soweit. Wir haben endlich Sommer. Und mit dem Sommer kommt die Hitze. So schön auch der Sommer ist, er bringt auch Gefahren für unsere Tiere mit.

Wer denkt, dass die Gefahren eines Autos für unsere Tiere nur im Überfahren liegen (vor allem im Winter in der Dunkelheit – Schutz: z.B Leuchtie), der liegt falsch. Im Sommer sterben leider immer noch Hunde im Auto und das meistens aus Unwissenheit und Gedankenlosigkeit. Die Tiere werden im geschlossenen Wagen zurück gelassen, während Herrchen oder Frauchen mal kurz z.B. shoppen gehen. Den wenigsten Besitzern ist aber bewusst, dass schon wenige Minuten bei 20 °C das Auto zur Falle für das Tier werden können. Auch ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster hilft dabei nicht. Das Auto wird zum Brutkasten.

Die Tasso hat aus diesem Grund wieder eine Aktion mit dem Motto „Hund im Backofen“ gestartet. Sie können auf der Internetseite der Tasso Informationsmaterial bestellen. Wenn Sie diese verteilen, können Sie die Tierbesitzer aufklären und so vielen Tieren helfen, die sonst gefährdet würden.

Winterzeit Durchfallzeit

Viele Hunde haben zur Zeit Durchfall.

Gerade zu der jetzigen Jahreszeit kommt es immer wieder zu Durchfällen. Zumeist hervorgerufen durch das Fressen von kaltem Schnee, der mit Streusalz vermengt ist. Das sollte jedem Tierbesitzer bewusst sein.

Durchfall ist aber nur ein Symptom und nicht jeden Durchfall kann man auf die leichte Schulter nehmen. Durchfall beim Hund, gerade beim Welpen, kann auch schnell zum Austrocknen (Dehydrieren) des Hundes führen. Deshalb nicht lange warten, wenn der Hund Durchfall hat. Was leider zu häufig passiert, weil der Durchfall unterschätzt wird.

In diesem Sinne und der Hoffnung auf schöneres Wetter mit weniger Schnee und damit auch weniger Durchfällen.

Eurer Dr. Dirk Nösler

Sinn und Unsinn von Kennzeichnen von Tieren Landeshundegesetz NRW

Hundegesetz NRWMeinung zum Landeshundegesetz NRW

Zurzeit haben wir hier in Deutschland in jedem Bundesland unterschiedliche Landeshundegesetze. Jedes Bundesland geht anders mit den Hunden um. Allen gemein ist, es müssen die Hunde, die unter das Landeshundegesetz fallen gekennzeichnet werden.

Bei uns hier in NRW ist es aber so, dass laut Landeshundegesetz NRW nur die Hunde durch einen Chip gekennzeichnet werden müssen, die entweder mindestens 20 kg wiegen oder mindestens eine Widerristhöhe von 40 cm haben.

Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage: Warum nur die sogenannten 20/40er Hunde im Landeshundegesetz NRW betroffen sind? Was ist mit dem Dackel oder dem Zwergpinscher? Warum sind diese Hunde von dem Landeshundegesetz NRW ausgeschlossen? Das Landeshundegesetz NRW wurde ja ursprünglich wegen den sogenannten gefährlichen Rassen gemacht. Die Politik musste reagieren und erschuf in Windeseile eine Landeshundeverordnung. Aber die Zeiten sind meiner Meinung nach vorbei. Wann sehe ich denn noch einen sogenannten Kampfhund? Nur noch sehr selten.

Sollte man nun das Landeshundegesetz nun nicht noch einmal überdenken? Sollte man daraus nicht in Verbindung mit dem Tierschutzgesetz ein einheitliches Gesetz machen. Dann müsste man alle Hunde kennzeichnen und auch versichern. Und das bundesweit. Ohne das jedes Bundesland sein eigenes Landeshundegesetz hat.

Wie viel Hunde, auch kleine, die nicht in das Landeshundegesetz NRW fallen, werden am Tierheim oder an der Autobahn angeleint und werden dann ohne Besitzer gefunden.

Warum werden nicht auch die kleinen Hunde mit in das Gesetz genommen? Man sorgt dann dafür, dass jeder Hund gechipt werden muss und eine Versicherung haben muss. So werden auch weniger Tiere anonym irgendwo angeleint. Denn das ist für mich ein Tierschutzfall. Nun kann man sagen, dass dies schon durch das Tierschutzgesetz abgedeckt ist. Weil man keinem Tier unnötig Leiden zuführen darf. Aber was nützt mir diese Aussage, wenn ich den Besitzer nicht ermitteln kann, weil keine Kennzeichnungspflicht und Meldepflicht des Chips existiert und nur die 20/40 Hunde gechipt werden müssen. Macht das denn Sinn? Für mich ist es schon lange überfällig alle Tiere zu kennzeichnen und zu melden. Damit meine ich auch z.B. Katzen. Das dies geht, sieht man bei der Artenschutzregelung z.B. von griechischen Landschildkröten, die alle eine Genehmigung von der Landesbehörde haben müssen um gehalten zu werden.

Was aber dann noch in dem Landeshundegesetz NRW fehlt, ist die Pflicht, das Tier dann auch bei z.B. der Tasso zu melden bzw. zu registrieren. Jeder Tierarzt sollte verpflichtet werden die Tiere nach dem Chipen zu registrieren. Damit ist auch die Chance gegeben das zu kontrollieren. Wenn es Pflicht ist, dann muss sich der Tierarzt auch nicht überlegen, ob er die Daten des Tierbesitzers weitergeben darf oder nicht. Oder eine andere Möglichkeit ist die, dass beim Verkauf eines Welpens, der Verkäufer verpflichtet wird, den Verkauf, also Besitztumsänderung, z.B. der Tasso, zu melden.

Wenn nun einer denkt, das geht datenschutzrechtlich nicht, dann möchte ich mal denjenigen sehen, der einfach sein Auto an der Strasse stehen lässt. Durch das Nummernschild ist das Auto eindeutig dem Besitzer zuzuordnen. Oder beim Kauf eines Autos muss ich das Auto auch auf meinen Namen ummelden. Warum nehme ich das Beispiel Auto? Weil rechtlich das Tier noch eine Sache ist – leider.

Mit gutem Beispiel voran geht das Bundesland Berlin. Ab dem 01.01.2010 müssen nun alle Hunde in Berlin mit einem ISO Chip gekennzeichnet werden. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Es macht nun mal Sinn, wenn alle Hunde gekennzeichnet werden und nicht nur einige wenige.

Landeshundegesetz NRW

Landeshundegesetz Berlin

Schreibt Eure Meinung, ob das Landeshundegesetz überholt ist oder nicht. Was müsste geändert werden. Ich freue mich auf Eure Beiträge zum Landeshundegesetz.

Eurer Dirk Nösler

Traurig

Traurige Weihnachtsgeschichte.boxer

Nicht alle Menschen werden das Weihnachtsfest fröhlich begehen.

Gestern ging ein trauriger Tag zuende.

Ein Hund mit hochgradiger Arthrose musste eingeschläfert werden. Wir hatten den Hund mit Schmerzmitteln und dem Canosan behandelt und es ging ja auch ein halbes Jahr lang gut. Aber irgendwann hilft selbst die beste Medizin nicht mehr.

Wenn man so intensiv einen Hund behandelt und man merkt, es hilft nichts mehr und das Tier wird immer schwächer, dann ist man genauso traurig wie der Besitzer. Besonders vor Weihnachten. Es fällt einem nicht leicht dem Besitzer zu sagen, es hilft nichts mehr, es wäre besser das Tier zu erlösen.

Der Hund konnte zum Schluß gar nicht mehr gehen und lag nur noch zu Hause auf den Fliesen. Fressen tat er auch nicht mehr. Denn zu der Arthrose kam noch ein Leberleiden.

Schweren Herzens entschieden sich der Besitzer dann zu der Euthanasie. Aber im Grunde taten sie es nur für den Hund. Denn sie sagten sich zurecht, der Hund hat uns viel gegeben und nun erlösen wir ihn von den Schmerzen. Der Hund wird es uns danken.

Das Schlimme an dieser Geschichte ist, wir haben heute Weihnachten und die Familie wird heute seit langer Zeit ohne ihren Hund Weihnachten feiern. Vielleicht sollte uns anhand dieser kleinen Geschichte bewusst werden, dass wir das Leben genießen und Weihnachten gelassener angehen sollten.

Ich wünsche allen Lesern trotz der traurigen Geschichte frohe und besinnliche Weihnachten. Hund Weihnachten

Euer  Dirk Nösler

Weihnachtsmarkt mit Hund

Ich habe es doch tatsächlich geschafft, dieses Jahr einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Ich war auf dem Weihnachtsmarkt in Schloss Dyck. Er war sehr schön. Diesen Weihnachtsmarkt kann ich nur empfehlen. Einziges Manko: Man muss Eintritt bezahlen. Dafür sieht man auch kaum Ramsch.

Warum schreibe ich das. Nun, mir ist zum Erschrecken aufgefallen, dass es doch tatsächlich immer noch Tierbesitzer gibt, die Ihre kleinen Hunde mit auf so einen Weihnachtsmarkt nehmen. Ich möchte mich nicht in die Lage eines kleinen Hundes versetzen. Viele dicht gedrängte Menschen und mittendrin der Hund.

Ich appeliere an alle Hundebesitzer, den Hund bei so viel Masse an Mensch, auf solchen oder ähnlichen Veranstaltungen, zu Hause zu lassen. Versetzen Sie sich mal in die Lage des Hundes.

Viele Grüße

Ihr Tierarzt Dr. Dirk Nösler

Meine Mitbewohner

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich auch Tiere habe. Ja – ich habe Haustiere. Zwei Katzen, Fische und drei Meerschweinchen. Am liebsten hätte ich noch einen Hund. Doch dazu habe ich nicht die Zeit. Viele Tierbesitzer sagen mir, ich könne doch den Hund mit in die Praxis nehmen. Ja, das könnte ich, aber das wäre nicht in meinem Sinne, wie ich einen Hund halten würde. Ein Hund muss auch mal Zeitung lesen. Das heißt, er muss mehrmals am Tag Gassi geführt werden. Aber ich habe Mittags und Abends nur wenig Zeit dafür. Mittags operiere ich und Abends stehen die Hausbesuche an. Wo bleibt da noch die Zeit für den Hund?

Fakt ist aber, ich würde mir, bei ein wenig mehr Freizeit, sofort einen Rauhaardackel holen. Der sollte natürlich aus dem Tierheim sein. Aber es wird wohl immer ein Traum bleiben. In diesem Sinne, wünsch ich allen noch einen schönen Tag.

Euer Dirk Nösler

Manchmal kommt es anders als man denkt.

Basset TelefonDas letzte Wochenende hatte ich mir eigentlich vorgenommen, ein ruhiges Wochenende zu haben. Das Wochenende wollte ich nur mit meiner Familie verbringen. Daraus wurde aber nichts. Die Nacht von Samstag auf Sonntag ging um 04:00 das Telefon. Ein Hund, der Blut erbricht. Ich also meine Sachen angezogen und den Hund behandelt. Um ca. 05:00 war ich wieder im Bett. Ich hatte den Wunsch am Sonntag lange auszuschlafen. Aber auch daraus wurde nichts. Um 09:00 ging erneut das Telefon. Ein Kaninchen, das keinen Kot machen konnte. Ich also wieder in die Praxis, um das Tier zu behandeln. Um ca. 10:00 war ich dann wieder zu Hause. An schlafen war nun nicht mehr zu denken. Ein ausgiebiges Frühstück stand an. Mit einer großen Portion Kaffee. 🙂

Gegen Mittag ging wieder das Telefon. Ich dachte, wieder ein Notfall, aber es war anders als ich dachte. Es war der Hundebesitzer, der die Nacht bei mir in der Praxis war. Er wollte sich einfach nur für die schnelle Hilfe bedanken. Solche kleinen Erlebnisse machen den Tierarztberuf so schön. Unerwartete Anrufe von glücklichen und zufriedenen Besitzern, die einem nur den Dank aussprechen wollen.

Manchmal ist der Tierarztberuf zwar sehr anstrengend, wenn auch nicht umbedingt immer körperlich. Aber man kann sich eben nicht immer so auf einen normalen Tagesrhythmus einstellen. Doch wenn man den Tieren helfen konnte und es ihnen wieder gut geht, dann lohnt sich der ganze Aufwand und ich bin sehr zufrieden. Erst Recht, wenn man so unerwartete Anrufe von glücklichen und zufriedenen Besitzern erhält.

Stressfreie Weihnachtszeit und Silvesternacht

Katze Hund Weihnachten

Es dauert nicht mehr lange und wir haben Weihnachten und kurz drauf Silvester. Was für viele etwas erfreuliches ist und zum Feiern animiert, kann für manche zu einer wahren Qual werden. Viele Tiere reagieren mit ihrem Verhalten ängstlich auf Weihnachten und Silvester. Bekenken Sie, die Tiere hören zumeist deutlich besser als wir und nehmen so Geräusche lauter wahr. Denken Sie auch an die Tiere, wenn Sie die Musik bis zum Anschlag drehen.

Die Angst auf Silvester ist aber vielfach ein selbst hergestelltes Problem. Wie häufig höre ich, dass mir Besitzer sagen: Es wird Jahr für Jahr immer schlimmer mit seinem ängstlichen Verhalten auf Silvester. In den meisten Fällen wird dem Hund das Verhalten über die Jahre unbewusst antrainiert. Wenn Sie auch so ein Problem haben, dann gehen Sie zu einem Tierarzt, oder einem „Hundepsychologen“ der sich mit solch einer Problematik auskennt. Seien Sie sich aber bewusst, dass ein auf Silvester ängstlich gewordener Hund Monate braucht, bis er seine Angst vor Silvester verliert.

Was kann ich denn selbst gegen diese Angst vor Silvester tun? Wie kann ich die Angst lindern?

  • zwei Wochen vor Silvester bringen Sie den D.A.P. – Zerstäuber für Hunde oder den Feliway Zerstäuber für Katzen in dem Raum an, in dem sich Ihr Hund oder Katze am meisten aufhält und in dem Ihr Tier Silvester verbringen wird.
  • Am Tag auf Silvester geben Sie am späten Nachmittag Ihrem Hund oder Katze eine ordentliche Portion kohlenhydratreiches Futter, damit er über Nacht einen vollen Magen hat (verzichten Sie darauf, falls Ihr Hund bei Angstzuständen zu Durchfall neigt). Falls nötig, sollte dies die einzige Mahlzeit an dem Tag sein, um einen guten Appetit zu gewährleisten.
  • Bringen Sie Ihren Hund oder Katze in den Raum mit dem D.A.P Zerstäuber bzw Feliway Zerstäube. Geben Sie ihm sein Lieblingsspielzeug und dunkeln den Raum ab. Duch die Verdunklung werden Lichtblitze fern gehalten, die den Hund zusätzlich ängstigen könnten.
  • Lassen Sie Musik laufen. Vorzugsweise Lieder mit einem regelmäßigen Rhythmus. Es muss nicht laut sein. Wichtig ist ein gleichbleibender Takt.
  • Reagieren Sie selbst nicht auf die Geräuschkulisse zu Silvester und versuchen Sie Ihren Hund zum Spielen zu animieren.
  • Ignorieren Sie das ängstliche Verhalten Ihres Hundes oder Ihrer Katze.

Ich wünsche allen schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010. Bleiben Sie gesund.