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Glück beim Autounfall – Leuchthalsband hätte geholfen.

Hund mit SchalHeute morgen war ein Hund bei mir in der Tierarztpraxis, der, als es noch dunkel war, angefahren worden ist. Der Autofahrer hat den Hund in der Dunkelheit einfach nicht gesehen. Die Mutter berichtete mir, dass sich ihr Sohn höllische Vorwürfe macht, dass er nicht aufgepasst hat.

Der Hund zeigte keine äußeren Anzeichen einer Verletzung. Nach Aussage der Besitzerin ist manchmal nur ein leichtes Humpeln zu sehen. Wir haben dann den Hund geröntgt und es stellte sich glücklicherweise heraus, dass nichts gebrochen war und auch sonst keine inneren Verletzungen vorhanden waren. Der Hund hatte richtig viel Glück gehabt.

Nun stelle ich mir jedes Mal die Frage, wie man solche Unfälle vermeiden kann. Können wir etwas tun, damit solche Unfälle nicht mehr passieren.

Ja, wir können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Hund sichtbar zu machen.

Man kann den Hund z.B. mit Reflektoren ausstatten. Nachteil kann sein, dass die Reflektoren nicht vom Scheinwerferlicht erfasst werden, da der Hund sich noch im Feld oder auf dem Bürgersteig, ausserhalb der Fahrbahn aufhält und so zu spät gesehen wird.

Mein Favorit sind Leuchthalsbänder für Hunde. Sie leuchten ständig und sind auch schon von weitem erkennbar. In meiner Praxis habe ich mir verschiedene Leuchthalsbänder angeschaut und habe mir meinen Favoriten rausgesucht. Das Leuchtie Leuchthalsband ist für mich das beste Leuchthalsband, welches ich bei mir in der Praxis hatte. Es funktioniert ohne Schalter und ist wasserfest. Es leuchtet sehr hell und für jeden ist eine Farbe dabei. Das Leuchtie Leuchthalsband gibt es in den Farben rot, grün, gelb und weiß. Warum ich es favorisiere? Es ist ausgestattet mit einer innovativen Technik. Da hat wirklich jemand mal mitgedacht.

Das Leuchtie besitzt keinen Schalter zum Ein- bzw. Ausschalten. Ein einfaches Drehen des Leuchthalsbandes schaltet das Leuchtie ein. Eine doppelte Abdichtung sorgt dafür, dass die Batterien gegen Wasser geschützt sind. Die Verarbeitung ist deutlich besser als bei den anderen Leuchthalsbändern, die ich in der Praxis getestet habe.

Hund mit Tumor

Heute war ein Hund mit einem bösartigem Tumor im Maul bei mir in der Tierarztpraxis. Er wurde schon einmal vor Monaten daran operiert. Doch diese Tumore sind zumeist sehr bösartig und kommen sehr schnell wieder. So auch in diesem Fall. Der Hund hatte erneut starke Wucherungen im Maul und alles war sehr empfindlich. Schon das Essen eines Schweineohres bereitete ihm sehr große Schwierigkeiten. Es fing sofort an zu bluten.

Die Besitzer wissen es und ich weiß es auch. Die gemeinsame Zeit mit dem Hund ist leider absehbar. Denn noch eine Operation wollen die Besitzer nicht mehr. Das kann ich auch nachvollziehen.

Mir tut es immer wieder weh zu sehen, dass einem die Hände gebunden sind und man sich nur als Trost sagen kann: Der Hund ist alt, er hat ein glückliches Leben gehabt. Doch was nützen dem Besitzer diese Sätze? Nichts, denn mit dem Hund werden Gemeinamkeiten gehen. Der Besitzer wird eien Partner verlieren.

Es ist leider nicht immer zufriedenstellend. Es tut einem dann auch ein wenig weh.

Frau fassungslos Teil 2

Ich wollte ja noch berichten, wie es mit dem Hund war, von dem ich in Teil 1 (Frau fassungslos) geschrieben habe.

Heute war er wieder in meiner Praxis zum Impfen. Wir waren gewappnet. Er zeigte aber heute ein ganz anderes Verhalten als vor einigen Tagen. Nicht mehr sein Frauchen war mit, sondern sein Herrchen. Es war ein himmelweiter Unterschied. Der Hund wusste sofort wo es lang ging. Wir haben zwar sicherheitshalber doch einen Maulkorb angezogen, aber ich bin mir sicher, wir hätten ihn nicht gebraucht. Denn das Herrchen strahlte eine ganz andere Autorität aus, als das Frauchen vor ein paar Tagen.

Man sieht, durch das Ändern des Auftretens des Besitzers, ändert sich auch das Verhalten des Tieres. Man meint, es sei doch nichts neues, aber es gibt genug Besitzer, die sich nicht so verhalten bzw. nicht so verhalten können oder wollen. Aber manchmal sind es eben nur Kleinigkeiten, die das Leben mit Tieren leichter und schöner machen.

Hundeschau – Champion Sieger 2010

Am 10 Januar 2010 findet in Willich eine Hundeschau der Deutschland Championsieger und der Austria Championsieger statt.

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Beginn: ist um 09:00 Uhr
Ende: 15:00 Uhr

Veranstalter: West-deutscher Zucht- und Rassehundverein e.V.
Ort: Bei Schiffers. Im großen Kaisersaal, Grabenstr, in Willich
Info/Anmeldung: Bernhard H. Vahldieck,
Tel: 0211/768562

Frau fassungslos

Heute musste ich eigentlich beim Hund nur eine Impfung machen. Also wollte ich vorab den Hund klinisch untersuchen. Aber so weit kam ich erst gar nicht. Ich stellte mich hinter den Hund und wollte das Fieberthermometer in den Anus stecken. Aber das wollte der Hund nicht. Er fuhr herum und stand zähnefletschend vor mir. Die Besitzerin war fassungslos und stand wie angewurzelt in der Praxis. Die Kunden müssen mich im Wartezimmer deutlich gehört haben. Ich habe mich nämlich deutlich mit dem Hund „unterhalten“ und habe ihn glücklicherweise in den Platz bekommen. Er kannte zum Glück schon diesen Befehl. Die Besitzerin war ganz blass. Denn sie erzählte mir, dass sie kleine Kinder hätte und sich natürlich nun Gedanken wegen der Kinder macht. Ich konnte ihre nur raten: Keine (Klein)Kinder alleine mit dem Hund in einem Raum lassen.

Die Impfung haben wir verschoben. Ich hätte natürlich auch mit Maulkorb weiter arbeiten können und den Hund impfen können, aber ich bin der Meinung, dass der Hund genug erlebt hat. Er musste sich mir unterordnen – einem Fremden. Das war genug für den Hund.

Die Impfung haben wir verschoben auf nächste Woche.

Ich werde berichten, wie es dann abgelaufen ist.

Hinweise für einen Hundekauf

Viele sind immer noch der Meinung, dass man besser ein Tier von einem Züchter holen sollte, als aus dem Tierheim. Doch die Tierheime sind voll und wären über jede Vermittlung dankbar. Die Beweggründe für einen Hund von einem Züchter zu holen sind unterschiedlich.

Als Begründung höre ich häufig folgendes:

  • man kennt die Vorgeschichte des Hundes nicht
  • ich möchte einen jungen Hund haben
  • das Tier könnte krank sein
  • ich möchte ein Rassetier haben
  • etc

Alles Gründe die ich natürlich erst einmal akzeptiere. Doch sollte man immer zuerst in das Tierheim gehen und schauen, ob es nicht einen Hund gibt, der zu einem passen könnte. Und wenn dann zur Zeit kein passender Hund im Tierheim ist, dann sollte man sich überlegen, ob man nicht noch ein wenig mit der Anschaffung wartet, bis der richtige Hund im Tierheim ist.

Wer sich dann einen Hund anschaffen möchte, ob beim Rassezüchter, im Tierheim oder über Bekannte, sollte, um späteren Ärger zu vermeiden, zur Sicherheit den gesundheitlichen Zustand des Vierbeiners überprüfen.

Neben der Checkliste, die einen Anhaltspunkt über die Gesundheit geben soll, sollten Sie sich unbedingt den Impfpass zeigen lassen. Fragen Sie auch nach, mit welchem Präparat der Hund entwurmt wurde. Fragen Sie bei Ihrem Tierarzt nach, ob der Impfschutz und die Entwurmung ausreichend sind. Lassen Sie sich, wenn möglich auch den Rüden zeigen.

Zur Erleichterung für den Gesundheitszustand hier eine kurze Checkliste:

  • Klare glänzende Augen ohne Ausfluss und Verklebungen
  • Nase ohne Ausfluss und Verkrustungen
  • Fell dicht und glänzend ohne Parasiten, nicht struppig und stumpf
  • Hunde insbesondere Welpen dürfen nicht zu mager aber auch nicht übermäßig fett sein
  • Der Bauch darf nicht aufgebläht sein, Beckenknochen dürfen nicht hervorstehen.
  • Die Ohren sollten sauber sein. Kein strenger Geruch.
  • Die Zähne sollten im guten Zustand sein, Zahnfleisch und Zunge rosa
  • Der Afterbereich sollte sauber und nicht verklebt sein
  • Ein gesunder Hund ist neugierig, beschnuppert einen und sitzt nicht teilnahmslos in der Ecke.
  • Welpen spielen und balgen mit ihren Geschwistern

Ein Hund wird leider zum Modetier

Immer wieder kommt es dazu, dass ein Tier zu einem Modetier wird.  Die Folgen sind unkritischer Kauf des Tieres und die Massenzüchtung von dem entsprechenden Modetier. Beispiele hierfür gibt es in der Vergangenheit viele. Eins aus der Vergangenheit sind die Dalmatiner, die während des Disneyfilms 101 Dalmatiner auf den Top 1 lagen. Heute sei nur der Hund Bo genannt, der zur Zeit wohl bekannteste Hund der Familie Obama. Bo ist ein portugiesischer Wasserhund (Cão de Água Português) der leider auf Grund des Bekannheitsgrades von Barack Obama zu solch einem Modehund geworden ist.

Doch beachten Sie immer, dass eine Anschaffung eines Tieres auch Verantwortung mit sich bringt. Bitte informieren Sie sich erst, bevor sie sich ein Tier wie den portugiesischen Wasserhund von Barack Obama anschaffen.

Denn nur all zu oft landen gerade diese Modetiere auf kurz oder lang im Tierheim.

Ich kann auf folgenden sehr guten Filmbericht des ZDF.Umwelt vom 03.05.2009 verweisen in dem Frau Elke Deininger vom Tierschutzbund interviewt wird:  Wasserhund wird zum Modetier

Tierhilfe Niederrhein

Heute möchte ich mal einen anderen Tierschutzverein vorstellen. Seit ca. zwei Jahren arbeite ich mit meiner Praxis mit dem eingetragenen Tierschutzverein Tierhilfe Niederrhein e.V. zusammen. Dieser Tierschutzverein arbeitet hauptsächlich mit Pflegestellen zusammen und hat sich folgende Ziele gesetzt:

  • Sie kümmern sich um ausgesetzte und misshandelte Tiere
  • versuchen die aufgenommen Tiere in gute Hände zu vermitteln
  • fangen wilde Katzen ein und lassen diese kastrieren
  • füttern an 8 verschiedenen Stellen über 100 wildlebende Katzen

Damit dieser Verein vernünftig weiter arbeiten kann, sucht dieser immer wieder nach Pflegestellen oder auch Patenschaften für die Tiere.

Wenn Sie diesen Verein unterstützen wollen dann können Sie auch Mitglied werden.

Ich bin froh, dass es solche Idealisten gibt, die sich aufopferungsvoll dem Tierschutz hingeben und dafür ihre Freizeit opfern. Hut ab.

Ansprechpartner:

Tierhilfe Niederrhein e.V.

Vertreten durch:

Vorstandsvorsitzende Gaby Kames

(verantwortlich für den Inhalt)

Postanschrift:

Tierhilfe Niederrhein e.V.

Bödikerstr.10

41238 Mönchengladbach

Telefon / FAX (0 21 66) 94 05 30

eMail: g-kames@t-online.de

Spendenkonto Stadtsparkasse

Mönchengladbach

Konto: 230 227

BLZ : 310 500 00

Ein Telefon gibt die Diagnose

Im Sommer kam ein Hund zu mir in die Praxis, der leicht taumelte. Der Besitzer dachte schon an einen Gehirnschlag. Doch alle Symptome die er zeigte sprachen nicht dafür. Wir haben geröntgt, ein Blutbild gemacht, haben alles mögliche getan um herauszufinden was mit dem Tier war. Doch wir kamen zu keinem Ergebnis. Alle Ergebnisse zeigten: Das Tier ist gesund. Aber irgendetwas musste es ja sein. Ein Fall, der für mich sehr unbefriedigend war. Die ganze Untersuchung dauerte insgesamt fast zwei Stunden. Wir vermuteten schon einen Hitzschlag, doch dafür hatten wir auch nicht all zu viel Anhaltspunkte, denn der Hund war nur kurz im Garten um sein Geschäft zu machen. Auch wenn es sehr heiß war an diesem Tag, für einen Hitzschlag war der Hund zu kurz draußen.

Das Telefon des Besitzers klingelte und als er auflegte sagte er mit einem schmunzeln: Ich weiß was der Hund hat. Ich muß Ihn wohl angeschaut haben wie ein Auto. Er ist betrunken, sagte der Besitzer. Ich konnte ihm fast nicht glauben. Aber er sagte: Er hat die angegorenen Pflaumen auf unserer Terasse gefressen. Meine Frau hatte die Pflaumen in die Sonne gestellt und der Hund hat die durch die Hitze gegorenen Pflaumen gefressen.

Ich musste schmunzeln und sagte dem Besitzer nur, dass er wohl morgen einen dicken Kopf haben wird.

Ich musste mal wieder feststellen, dass es manchmal doch besser wäre, wenn Tiere sprechen könnten, dann brauch man kein Telefon um eine Diagnose zu bekommen. Und ich hätte das Lallen des Hundes im Alkoholrausch gehört.