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Manchmal kommt es anders als man denkt.

Basset TelefonDas letzte Wochenende hatte ich mir eigentlich vorgenommen, ein ruhiges Wochenende zu haben. Das Wochenende wollte ich nur mit meiner Familie verbringen. Daraus wurde aber nichts. Die Nacht von Samstag auf Sonntag ging um 04:00 das Telefon. Ein Hund, der Blut erbricht. Ich also meine Sachen angezogen und den Hund behandelt. Um ca. 05:00 war ich wieder im Bett. Ich hatte den Wunsch am Sonntag lange auszuschlafen. Aber auch daraus wurde nichts. Um 09:00 ging erneut das Telefon. Ein Kaninchen, das keinen Kot machen konnte. Ich also wieder in die Praxis, um das Tier zu behandeln. Um ca. 10:00 war ich dann wieder zu Hause. An schlafen war nun nicht mehr zu denken. Ein ausgiebiges Frühstück stand an. Mit einer großen Portion Kaffee. 🙂

Gegen Mittag ging wieder das Telefon. Ich dachte, wieder ein Notfall, aber es war anders als ich dachte. Es war der Hundebesitzer, der die Nacht bei mir in der Praxis war. Er wollte sich einfach nur für die schnelle Hilfe bedanken. Solche kleinen Erlebnisse machen den Tierarztberuf so schön. Unerwartete Anrufe von glücklichen und zufriedenen Besitzern, die einem nur den Dank aussprechen wollen.

Manchmal ist der Tierarztberuf zwar sehr anstrengend, wenn auch nicht umbedingt immer körperlich. Aber man kann sich eben nicht immer so auf einen normalen Tagesrhythmus einstellen. Doch wenn man den Tieren helfen konnte und es ihnen wieder gut geht, dann lohnt sich der ganze Aufwand und ich bin sehr zufrieden. Erst Recht, wenn man so unerwartete Anrufe von glücklichen und zufriedenen Besitzern erhält.

Arbeiten an einem Sonntag

Heute war mal wieder der normale sonntägliche Wahnsinn. Eigentlich hatte ich vor ein wenig länger im Bett liegen zu bleiben und einfach mal auszuspannen. Doch dem war leider nicht so. Um 08:00 Uhr ging das Telefon. Ein Notfall. Am Telefon wurde mir nur gesagt, es sei ein Tumor, der von gestern auf heute gewachsen sei. In der Stimme des Tierbesitzers hörte man förmlich die Angst um sein Tier. Ich machte also sofort einen Termin in der nächsten halben Stunde fest und trafen uns dann an der Tierarztpraxis. Weinend und besorgt um das Tier traf der Besitzer pünktlich in der Praxis ein. Es war ein gerade geschlechtsreifer Rüde von 7 Monaten. Ich fragte, wo denn der Tumor sitzen würde. Am Geschlechtsteil bekam ich zur Antwort. Da musste ich ein wenig schmunzeln, denn der Tumor entpuppte sich als ganz normale Körperfunktion. Ich erklärte dem Besitzer, dass das ganz normal sei. Ihr Hund sei eben nur ein wenig erregt. 🙂 Ich fragte, ob bei Ihnen eine heiße Hündin in der Nachbarschaft sei. Ich bekam sofort ein lautes ja. Sehn sie, dass ist der Grund für diese Schwellung.

Als der Besitzer das hörte, musste er auch lauthals lachen. Man sah förmlich wie seine Besorgnis um seinen Hund von ihm abfiel.

Auch wenn das heute gut ausgegangen ist, so muss man die Sorge und Angst der Tierbesitzer immer ernst nehmen, denn beim nächsten Mal kann es schon sehr viel ernster sein.