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Vermittlung Hündin Bonnie (Bony)

Bonnie (Bony), Hündin, geboren ca. 2000, Schulterhöhe 58 cm, Gewicht ca. 31 kg, kastriert, stubenrein, kam über die Auffangstation ins Tierheim, Rasse: Schäferhund / Schäferhund-Mix, Katzen mag sie gar nicht.
Bei Bonnie (Bony) wurden gestern per tierärztlicher Untersuchung einige Tumorbildungen an der rechten Gesäugeleiste diagnostiziert. Ein OP-Termin wurde für den 26.05.2009 angesetzt.
Die Operation war erfolgreich, die Fäden sind gezogen, der Heilungsprozess verlief wunschgemäß, es gab keinerlei Komplikationen. Es wurde u.a. ein gut kastaniengroßer bösartiger Knoten entfernt. Bonnie hat sich beim Tierarzt vorbildblich benommen und zu keiner Zeit Probleme bereitet.
Bony verträgt sich in ihrer jetzigen Pflegestelle ausgezeichnet mit zwei Rüden sowie zwei Hündinnen. Im Haus ist sie angenehm ruhig, im Garten tobt sie auch gerne schon mal umher und für einen Spaziergang ist sie immer zu haben. Sie ist sehr menschenbezogen, für die Fellpflege mit der Bürste und für Streicheleinheiten steht sie förmlich an.
Ideal wäre ein ausreichend hoch eingezäuntes Grundstück, da Bony gut klettern kann und einen zu niedrigen Zaun überwindet.
Bony befindet sich auf einer Pflegestelle in Heinsberg und sucht ein Zuhause.

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Kontakt:

Telefon: 0231 459192
e-mail: Sturm@gmx.de

online Tiersuche

Heute möchte ich mal in eigener Sache was schreiben.

Mir liegt es am Herzen, dass vermisste Tiere möglichst schnell wieder dem Besitzer zugeführt werden können. Deshalb habe ich seit einiger Zeit eine online Tiersuche im Internet. Diese Suche ist zwar eine unter vielen Seiten, in dem man sein vermisstes Tier einstellen kann, aber zusätzlich zu der Suche gibt es auch eine Rubrik gefundenes Tier. Dort können dann Tierliebhaber, die z.B. eine fremde Katze füttern, dies einstellen und so die Vermittlung von vermissten Tieren fördern. Hinzu kommt die einfache Bedienbarkeit. Man kann zusätzlich zu der Suche auch noch ein Bild hochladen, was das Wiederfinden sehr erleichtert.

Jedes Tier was dort eingestellt wird, wird auch bei mir in der Praxis ausgedruckt, so dass ich sofort alle Daten des vermissten Tieres vor mir habe.

Wer die Seite mal besuchen möchte, der sollte mal auf www.tierisch-vermisst.de gehen.

Warum ist das Chippen so wichtig?

Glücklicherweise hat sich das Chippen (Kennzeichnen) des Tieres durchgesetzt und das Tätowieren abgelöst. Nur leider passiert es all zu häufig, dass man ein gefundenes Tier in der Tierarztpraxis hat, das zwar gechippt ist, aber nirgends registriert ist. Laut Tasso (Zentrale Registrierungsstelle im Internet) glauben 20 % der Besitzer, die Ihr Tier kennzeichnen lassen, dass es auch automatisch registriert wird. Leider ist dem nicht so, da es ein Service des Tierarztes ist, wenn er das entsprechende Tier auch registriert. Bei mir in der Praxis wird jedes Tier automatisch per Internet bei der Tasso registriert. Aber das ist ein reiner Service. Wenn Sie Ihr Tier bei einem Tierarzt registrieren lassen, fragen Sie nach, ob es auch automatisch durch den Tierarzt registriert wird. Sie sollten nach der Registrierung nach ungefähr 3 Tagen eine Bestätigung der Tasso erhalten.

Eine Registrierung ist wichtig. Denn nur ein Tier, das auch registriert ist, kann in einem Notfall auch zurückvermittelt werden.

Durchschnittliche Suchzeiten für Tiere (laut Tasso)

-Katze:
registriert: 1,5 Wochen
nicht registriert: geringe Chancen auf Rückvermittlung

-Hund
registriert: 4 Tage
nicht registriert: 6 Wochen und mehr

Lösung:
Chip + Registrierung = Sicherheit für Ihr Tier

Bedenken Sie diese Sicherheit gibt es kostenlos und das sollte es Ihnen wert sein. Bitte erkundigen Sie sich bei jeder Kennzeichnung, ob das Tier auch registriert wird.

Ich drücke allen Tierbesitzern die Daumen, dass solch ein Fall nie eintritt, in der man die Hilfe der Tasso benötigt.

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Tasso e.V.
Frankfurter Str. 20
65795 Hattersheim

Telefon: 06190.93 73 00

E-Mail: info@tasso.net

Internet: www.Tasso.net

Ein Telefon gibt die Diagnose

Im Sommer kam ein Hund zu mir in die Praxis, der leicht taumelte. Der Besitzer dachte schon an einen Gehirnschlag. Doch alle Symptome die er zeigte sprachen nicht dafür. Wir haben geröntgt, ein Blutbild gemacht, haben alles mögliche getan um herauszufinden was mit dem Tier war. Doch wir kamen zu keinem Ergebnis. Alle Ergebnisse zeigten: Das Tier ist gesund. Aber irgendetwas musste es ja sein. Ein Fall, der für mich sehr unbefriedigend war. Die ganze Untersuchung dauerte insgesamt fast zwei Stunden. Wir vermuteten schon einen Hitzschlag, doch dafür hatten wir auch nicht all zu viel Anhaltspunkte, denn der Hund war nur kurz im Garten um sein Geschäft zu machen. Auch wenn es sehr heiß war an diesem Tag, für einen Hitzschlag war der Hund zu kurz draußen.

Das Telefon des Besitzers klingelte und als er auflegte sagte er mit einem schmunzeln: Ich weiß was der Hund hat. Ich muß Ihn wohl angeschaut haben wie ein Auto. Er ist betrunken, sagte der Besitzer. Ich konnte ihm fast nicht glauben. Aber er sagte: Er hat die angegorenen Pflaumen auf unserer Terasse gefressen. Meine Frau hatte die Pflaumen in die Sonne gestellt und der Hund hat die durch die Hitze gegorenen Pflaumen gefressen.

Ich musste schmunzeln und sagte dem Besitzer nur, dass er wohl morgen einen dicken Kopf haben wird.

Ich musste mal wieder feststellen, dass es manchmal doch besser wäre, wenn Tiere sprechen könnten, dann brauch man kein Telefon um eine Diagnose zu bekommen. Und ich hätte das Lallen des Hundes im Alkoholrausch gehört.

Eine brenzlige Situation

Es gibt Situationen, die muss man nicht umbedingt haben. Da war ich auf einem Hausbesuch bei einem bissigen  Rottweiler-Mischling. Der wurde auch zumeist im Zwinger gehalten und ließ sich nicht so ohne weiteres behandeln. Also gaben wir dem Hund Beruhigungsmittel. Nach einer halben Stunde lag der Hund friedlich schlafend in seinem Zwinger (so dachten wir) und haben es gewagt die Zwingertür zu öffnen. Doch so schnell, wie die Tür offen war, war sie auch wieder zu. Der Hund stand zähnefletschend vor einem. Doch als die Tür wieder zu war, viel der Hund wie ein nasser Sack wieder in sich zusammen und schlief.

Da ging es nur noch mit Narkose.  Der Hund konnte behandelt werden und wir haben auch gleichzeitig noch den Zahnstein entfernt. Später hat sich herausgestellt, dass der Hund so agressiv war, weil er Schmerzen hatte. Als wir dann eine Behandlung mit Schmerzmitteln begonnen haben, wurde der Hund auch deutlich ruhiger und konnte ohne Narkose behandelt werden. Aber zu dem Zeitpunkt, als er Schmerzen hatte, hat eine reine Beruhigung bei ihm nicht geholfen. Es war schon eine brenzlige Situation, die man nicht immer haben möchte.

Man muss in jeder Situation immer auf der Hut sein. Ansonsten läuft man Gefahr verletzt zu werden.

Der Tierarztberuf ist nicht immer ungefährlich aber sehr aufregend.