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Weihnachtsmarkt mit Hund

Ich habe es doch tatsächlich geschafft, dieses Jahr einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Ich war auf dem Weihnachtsmarkt in Schloss Dyck. Er war sehr schön. Diesen Weihnachtsmarkt kann ich nur empfehlen. Einziges Manko: Man muss Eintritt bezahlen. Dafür sieht man auch kaum Ramsch.

Warum schreibe ich das. Nun, mir ist zum Erschrecken aufgefallen, dass es doch tatsächlich immer noch Tierbesitzer gibt, die Ihre kleinen Hunde mit auf so einen Weihnachtsmarkt nehmen. Ich möchte mich nicht in die Lage eines kleinen Hundes versetzen. Viele dicht gedrängte Menschen und mittendrin der Hund.

Ich appeliere an alle Hundebesitzer, den Hund bei so viel Masse an Mensch, auf solchen oder ähnlichen Veranstaltungen, zu Hause zu lassen. Versetzen Sie sich mal in die Lage des Hundes.

Viele Grüße

Ihr Tierarzt Dr. Dirk Nösler

Meine Mitbewohner

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich auch Tiere habe. Ja – ich habe Haustiere. Zwei Katzen, Fische und drei Meerschweinchen. Am liebsten hätte ich noch einen Hund. Doch dazu habe ich nicht die Zeit. Viele Tierbesitzer sagen mir, ich könne doch den Hund mit in die Praxis nehmen. Ja, das könnte ich, aber das wäre nicht in meinem Sinne, wie ich einen Hund halten würde. Ein Hund muss auch mal Zeitung lesen. Das heißt, er muss mehrmals am Tag Gassi geführt werden. Aber ich habe Mittags und Abends nur wenig Zeit dafür. Mittags operiere ich und Abends stehen die Hausbesuche an. Wo bleibt da noch die Zeit für den Hund?

Fakt ist aber, ich würde mir, bei ein wenig mehr Freizeit, sofort einen Rauhaardackel holen. Der sollte natürlich aus dem Tierheim sein. Aber es wird wohl immer ein Traum bleiben. In diesem Sinne, wünsch ich allen noch einen schönen Tag.

Euer Dirk Nösler

Manchmal kommt es anders als man denkt.

Basset TelefonDas letzte Wochenende hatte ich mir eigentlich vorgenommen, ein ruhiges Wochenende zu haben. Das Wochenende wollte ich nur mit meiner Familie verbringen. Daraus wurde aber nichts. Die Nacht von Samstag auf Sonntag ging um 04:00 das Telefon. Ein Hund, der Blut erbricht. Ich also meine Sachen angezogen und den Hund behandelt. Um ca. 05:00 war ich wieder im Bett. Ich hatte den Wunsch am Sonntag lange auszuschlafen. Aber auch daraus wurde nichts. Um 09:00 ging erneut das Telefon. Ein Kaninchen, das keinen Kot machen konnte. Ich also wieder in die Praxis, um das Tier zu behandeln. Um ca. 10:00 war ich dann wieder zu Hause. An schlafen war nun nicht mehr zu denken. Ein ausgiebiges Frühstück stand an. Mit einer großen Portion Kaffee. 🙂

Gegen Mittag ging wieder das Telefon. Ich dachte, wieder ein Notfall, aber es war anders als ich dachte. Es war der Hundebesitzer, der die Nacht bei mir in der Praxis war. Er wollte sich einfach nur für die schnelle Hilfe bedanken. Solche kleinen Erlebnisse machen den Tierarztberuf so schön. Unerwartete Anrufe von glücklichen und zufriedenen Besitzern, die einem nur den Dank aussprechen wollen.

Manchmal ist der Tierarztberuf zwar sehr anstrengend, wenn auch nicht umbedingt immer körperlich. Aber man kann sich eben nicht immer so auf einen normalen Tagesrhythmus einstellen. Doch wenn man den Tieren helfen konnte und es ihnen wieder gut geht, dann lohnt sich der ganze Aufwand und ich bin sehr zufrieden. Erst Recht, wenn man so unerwartete Anrufe von glücklichen und zufriedenen Besitzern erhält.

skuril aber wahr

Was ist das? 147.456 Prozessoren, 144 Terabyte Hauptspeicher.

Das sind die Eckdaten des elftgrößten Computers der Welt.

Aber was hat das mit mir oder der Tierarztpraxis zu tun? Ganz einfach. Mit diesem Computer versucht man das Gehirn einer Hauskatze zu simulieren. Doch man stellte fest, dass selbst ein solch großer Computer nicht in der Lage ist, auch nur  annähernd an die Geschwindigkeit eines Gehirns unserer Hauskatzen zu kommen. Aber es lassen sich immerhin die Hirnfunktionen der Hauskatze imitieren, die für Schlafen und Fressen zuständig sind.

siehe auch Tagesschau Millionen Megabytes für Miezen.

Glück beim Autounfall – Leuchthalsband hätte geholfen.

Hund mit SchalHeute morgen war ein Hund bei mir in der Tierarztpraxis, der, als es noch dunkel war, angefahren worden ist. Der Autofahrer hat den Hund in der Dunkelheit einfach nicht gesehen. Die Mutter berichtete mir, dass sich ihr Sohn höllische Vorwürfe macht, dass er nicht aufgepasst hat.

Der Hund zeigte keine äußeren Anzeichen einer Verletzung. Nach Aussage der Besitzerin ist manchmal nur ein leichtes Humpeln zu sehen. Wir haben dann den Hund geröntgt und es stellte sich glücklicherweise heraus, dass nichts gebrochen war und auch sonst keine inneren Verletzungen vorhanden waren. Der Hund hatte richtig viel Glück gehabt.

Nun stelle ich mir jedes Mal die Frage, wie man solche Unfälle vermeiden kann. Können wir etwas tun, damit solche Unfälle nicht mehr passieren.

Ja, wir können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Hund sichtbar zu machen.

Man kann den Hund z.B. mit Reflektoren ausstatten. Nachteil kann sein, dass die Reflektoren nicht vom Scheinwerferlicht erfasst werden, da der Hund sich noch im Feld oder auf dem Bürgersteig, ausserhalb der Fahrbahn aufhält und so zu spät gesehen wird.

Mein Favorit sind Leuchthalsbänder für Hunde. Sie leuchten ständig und sind auch schon von weitem erkennbar. In meiner Praxis habe ich mir verschiedene Leuchthalsbänder angeschaut und habe mir meinen Favoriten rausgesucht. Das Leuchtie Leuchthalsband ist für mich das beste Leuchthalsband, welches ich bei mir in der Praxis hatte. Es funktioniert ohne Schalter und ist wasserfest. Es leuchtet sehr hell und für jeden ist eine Farbe dabei. Das Leuchtie Leuchthalsband gibt es in den Farben rot, grün, gelb und weiß. Warum ich es favorisiere? Es ist ausgestattet mit einer innovativen Technik. Da hat wirklich jemand mal mitgedacht.

Das Leuchtie besitzt keinen Schalter zum Ein- bzw. Ausschalten. Ein einfaches Drehen des Leuchthalsbandes schaltet das Leuchtie ein. Eine doppelte Abdichtung sorgt dafür, dass die Batterien gegen Wasser geschützt sind. Die Verarbeitung ist deutlich besser als bei den anderen Leuchthalsbändern, die ich in der Praxis getestet habe.

Tier des Jahres 2010

DachsSeit 1992 wählt die Schutzgemeinschaft deutsches Wild das „Tier des Jahres“. Wie die NABU berichtet, hat die Schutzgemeinschaft deutsches Wild den Dachs zum Tier des Jahres 2010 gewählt. Ein jeder hat bestimmt schon einmal von dem Dachs gehört, aber gesehen haben ihn die wenigsten. Denn der Dachs ist nachtaktiv und lebt unterirdisch in Bauten. Er fehlt in fast keinem Wald hier in Deutschland. Um ein wenig mehr über den Dachs zu erfahren und um ihn ein wenig bekannter zu machen wurde er wie gesagt zum Tier des Jahres 2010 gemacht.

Mehr zum Dachs finden Sie hier: Dachs der Allesfresser mit Winterpause

Schutzgemeinschaft deutsches Wild

Hund mit Tumor

Heute war ein Hund mit einem bösartigem Tumor im Maul bei mir in der Tierarztpraxis. Er wurde schon einmal vor Monaten daran operiert. Doch diese Tumore sind zumeist sehr bösartig und kommen sehr schnell wieder. So auch in diesem Fall. Der Hund hatte erneut starke Wucherungen im Maul und alles war sehr empfindlich. Schon das Essen eines Schweineohres bereitete ihm sehr große Schwierigkeiten. Es fing sofort an zu bluten.

Die Besitzer wissen es und ich weiß es auch. Die gemeinsame Zeit mit dem Hund ist leider absehbar. Denn noch eine Operation wollen die Besitzer nicht mehr. Das kann ich auch nachvollziehen.

Mir tut es immer wieder weh zu sehen, dass einem die Hände gebunden sind und man sich nur als Trost sagen kann: Der Hund ist alt, er hat ein glückliches Leben gehabt. Doch was nützen dem Besitzer diese Sätze? Nichts, denn mit dem Hund werden Gemeinamkeiten gehen. Der Besitzer wird eien Partner verlieren.

Es ist leider nicht immer zufriedenstellend. Es tut einem dann auch ein wenig weh.

Seelsorge am Telefon

Das Zuhören gehört bei mir auch dazu. So wie die Tage. Da rief mich jemand an, der einfach nur reden wollte. Der Anrufer klagte mir sein Leid und ich hörte zu. Dem Anrufer ging es weniger um das Tier. Er wollte einfach mal ernst genommen zu werden. Das Tier war nur der Vorwand. Nun kann man sagen, die sollen sich an die Kirche wenden oder an eine andere soziale Einrichtung. Aber für mich gehört ein nettes Gespräch mit zum Tierarztleben. Wer Tierarzt sein will, der muss nicht nur gut behandeln können und wie ein Roboter agieren, der muss auch menschlich sein und zuhören können. Mir macht der Beruf gerade deshalb sehr viel Spass.

Ausgemistet – Spenden für Tierheim Bettikum

Das gehört auch zu den schönen Arbeiten eines Tierarztes. Alles was so an Körben, Decken und sonstigen Spenden der Besitzer in der Tierarztpraxis angefallen sind, zusammensuchen und dann zum Tierheim bringen.

Heute war es mal wieder so weit. Der Raum, in dem ich die Spenden aufbewahre, war voll bis oben hin.

Vorab ein großes Dankeschön an alle Spender.

Das Tierheim freut sich sehr über Spenden. Die Spenden die angesammelt wurden gingen heute zum Tierheim Bettikum. Tierheim Bettikum ist ein örtliches Tierheim, zuständig für den Kreis Neuss.

Ich muss immer wieder staunen, was für einem Idealismus die Menschen des Tierheims haben. Hut ab und Respekt.

Ich hoffe, ich konnte mal wieder ein wenig helfen.

Wenn nun jemandem der Gedanke kommt, er wolle auch helfen, dann rufen Sie doch mal Ihr örtliches Tierheim an und fragen z.B. nach einer Patenschaft oder nach der Möglichkeit die Hunde gassi zu führen. Es wird sich bestimmt etwas finden, was Sie machen können.

Ihr Dr. Dirk Nösler